
Das Multitalent Zink
Zink ist ein Spurenelement, das an praktisch jeder Stoffwechselreaktion im Körper beteiligt ist. Ganz gleich, ob es um Wachstumsprozesse, die Heilung von Wunden, die Fruchtbarkeit von Mann und Frau oder um die Funktionstüchtigkeit des Immunsystems geht – Zink hält bei all diesen Prozessen die Fäden in der Hand.
Die Aufnahme unterstützen
Der Köper eines Erwachsenen Menschen enthält ca. 2-3 Gramm Zink. Unausgewogenes Kantinenessen, Fastfood oder einseitige Ernährung können zu Zinkmangel führen. Eine in den Pflanzen weit verbreitete Substanz ist die Phytinsäure. Sie bildet mit Zink im Darm Verbindungen, welche die Aufnahme in den Körper verhindert. Vitamin C und tierisches Eiweiß hingegen wirken sich sehr positiv aus. Ein Glas Orangensaft zum Vollkornbrot oder ein Aufstrich aus magerer Wurt erhöhen die Zinkaufnahme.
Zink ist nicht gleich Zink
Anorganisches Zink nimmt der Körper schlechter auf als Zink, das an organische Substanzen gebunden ist. Ein wichtiger Transporter im menschlichen Körper ist der körpereigne Stoff Histidin, eine Aminosäure, die einen natürlichen Baustein im Organismus darstellt. Aus diesem Grund kann Zink, an Histidin gebunden, besonders gut vom Körper aufgenommen werden und gelangt dadurch schnell zu den Zellen.
Mangel zeigt sich
Diese Symptome können auf einen Zinkmangel zurückzuführen sein:
- Verzögerte Wundheilung
- Haarausfall oder fehlende Haarneubildung, brüchige Nägel
- Reduzierter Appetit
- Reduziertes Geruchs- und Geschmacksempfinden
- Kraftlosigkeit, Depression, Antriebsschwäche
- Gewichtsverlust
- Wachstumsstörungen
- Anfälligkeit für Infektionen
- Hell-Dunkel-Anpassungsstörungen
Bei unerfülltem Kinderwunsch sollte man ebenfalls Zinkmangel berücksichtigen, denn ein Zinkdefizit kann bei Männern die Ursache für eine zu geringe Spermienanzahl sein und bei Frauen für eine unzureichende Eireifung.
Wie viel Zink täglich
Der tägliche Zinkbedarf eines Menschen richtet sich nach seinem Alter, Gewicht, Geschlecht und nach seiner Befindlichkeit. Hinzu kommt, dass nur etwas 10-40 Prozent des mit der Nahrung zugeführten Zinks vom Körper tatsächlich aufgenommen werden. Die deutsche Gesellschaft DGE empfiehlt 8-15 Milligramm pro Tag. Während der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Krankheiten und Infektionen sowie starken körperlichen Belastungen, benötigt der Körper mehr Zink.
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Pharmazeutische/Medizinische Informationen durch dort tätige Fachärzte,
Apotheker und pharmazeutisches Fachpersonal.



